Kunst – abseits des Mainstreams
Mittwoch 13. Dezember 2017

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BIO-USB STICK MAIS

Weg vom konventionellen Kunststoff

Während das Bewusstsein für eine ressourcenschonende Verwendung langsam bei den Verbrauchern – zumindest im Nahrungsmittel- und Bekleidungsbereich – angekommen ist, denkt das Forscherteam “Genomatica” aus San Diego einen Schritt weiter. Unter der Leitung von Harry Yim entwickelte das Team einen aus Pflanzenfasern gewonnenen Bio-Kunststoff, der komplett biologisch abbaubar ist.

Kompostierbar: der Mais USB Stick

Aus rund 70% diesen Materials (die übrigen 30% sind auf die verbauten Elektroteile zurückzuführen) besteht der vom hongkonger Elektrohersteller Hoshino designte USB Stick in Form einer Maispflanze. Genauer gesagt aus sogenannten “Polylactiden”, die aus nachhaltig gewonnen Rohstoffen, wie zum Beispiel Mais, gewonnen werden. Ausgenommen davon ist natürlich der interne Speicher, dessen Innenleben aus elektronischen Bauteilen besteht. Bei üblichem Gebrauch sind keinerlei Einschränkungen oder das Eintreten des Zersetzungsprozesses zu befürchten.

Der erste kompostierbare USB Stick soll neben Müllreduzierung vor allem ein Fingerdeut an unsere Gesellschaft sein. Aufgrund der stetig fallenden Preise sind USB Sticks immer mehr zum “Wegwerf-Produkt” geworden. Sie verursachen jedes Jahr rund 10.000 Tonnen Müll und kosten bei der Produktion tausende Tonnen Erdöl, welches nicht gerade als regenerativ -zumindest über einen kurzen Zeitraum gesehen- einzustufen ist.

Auffällig anders. Nicht nur das Design.

Als wir den Mais USB Stick das erste Mal gesehen haben, fiel uns bereits sein originelles, kurioses Design auf. Während gewöhnliche Speichersticks heute in nahezu jeder Handtasche, Business-Mappe oder Uni-Mäppchen zu finden sind, sind Exemplare des Mais USB Sticks rar gesät, obwohl der Prototyp bereits 2009 auf der IFA in Berlin vorgestellt wurde. Verwendbar ist der Stick laut Hersteller für “alle gängigen Betriebssysteme”, aufgezählt werden ausschließlich Windows Versionen. Bei uns lief der Stick unter Mac OS jedoch problemlos. Ist der Stick aktiv, wird dies durch eine integrierte, rote LED Funktionsleuchte angezeigt.

Design und Form sind natürlich Geschmacksache. Unserer Meinung nach passt das kuriose Design zum verwendeten, ungewöhnlichen Rohstoff und eignet sich zudem hervorragend als Handschmeichler. Einen Unterschied zwischen den beiden Kunststoffen ist nicht fühlbar. Das Speichermedium gibt es derzeit in vier Größen, wobei der Preis für die kleinste 2GB-Version bei 9,90€ liegt. Der 16GB Stick schlägt mit 39,90€ zu Buche.

Zwecks Verarbeitung gibt es mit Sicherheit hochwertigere USB Sticks zum gleichen Preis. Wer sich für einen USB Stick, dessen Hülle aus Maisstärke gewonnen wurde entscheidet, tut dies primär um die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seines Handels zu stellen und nicht, um das beste Ergebnis aus Preis und Leistung zu erzielen. Beim Mais USB Stick handelt es sich um das perfekte Gadget für Naturschützer, die den ganzen Tag am Rechenautomat verbringen oder solche, die ein verwechslungssicheres Speichermedium in Hosentaschen-Format brauchen.

Erhältlich ist dieses Produkt, das eindeutig abseits des Mainstreams liegt, beim “grüne Elektronik-Unternehmen” VIREO.

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