Kunst – abseits des Mainstreams
Dienstag 26. September 2017

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STEFAN GAFFORYS DEBÜTROMAN IM CAFÉ23

Stefan Gaffory

Der 1973 geborene Karlsruher fällt schon durch sein Aussehen auf: schwarze Brille, schwarze Baseballcap, schwarze Hose, schwarzes Hemd mit Totenköpfen und sein Markenzeichen: er trinkt Bier während der Lesung.

Alles zusammen erinnert an die Punk-Rock-Szene, die auch das ein oder andere Mal in seinen Texten durch-schimmert.

Mitgebracht hat er neben seinem Debütroman „Kreisklassenhölle“ von 2008 mehrere Kurzgeschichten und seinen „Fanclub“, der durch Pöbeln jedoch eher negativ auffällt. Seine Texte sind erschreckend und provokant zugleich, so zum Beispiel die Kurzgeschichte „Der Katzenkönig“. „Der Bub“ findet in einem Hinterhof eine tote Katze, landet in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, danach in einem betreuten Wohnen für psychisch auffällige Jugendliche und endet schließlich als Stricher auf einer Bahnhofstoilette, bevor er sich vor den Zug wirft.

Sein Roman handelt von einem Außenseiter, der auf dem Dorf wohnt und schließlich in der Punkszene landet. Nach seiner Ausbildung als Altenpfleger entschließt er sich, ein neues Leben anzufangen, in eine größere Stadt zu ziehen und dort zu studieren. Er wird zum Einzelgänger, beschäftigt sich mehr mit Drogen, Party und Heidegger, als mit seinem Studien, wird zwangsexmatrikuliert und sinkt noch tiefer ab.

Gaffory war bemüht seine Texte lebendig vorzulesen, seine Begeisterung auf das Publikum zu übertragen, was jedoch häufig übertrieben rüberkam. Gute Ansätze waren auch dabei, leider endete sie meist im Nichts. Seine teilweise sehr anstößigen und vulgären Formulierungen, passend dazu das Bier auf dem Lesepult und der „Fanclub“, der auch durch Pöbeln des Autors bei Stimmung gehalten wur< de, war wenig stilvoll.

ISBN: 978-3-9812237-4-3

Verlag: gONZo-Verlag

Erschienen: 30. Dezember 2009

Preis: 12,95€

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