Kunst – abseits des Mainstreams
Mittwoch 13. Dezember 2017

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DER GLÖCKNER VON NOTRE-DAME

Wunderschöne Zigeuner-Klänge als Zwischenspiele, eine atemberaubende Kulisse (Jürgen Höth) und ausgezeichnete Schauspieler transportieren den mittelalterlichen Flair des von Victor Hugo geschriebenen, in 1482 spielenden Romans.

Wer kennt den Titel nicht? „Notre-Dame de Paris“, im Deutschen „Der Glöckner von Notre-Dame“ ist einer der am häufigsten inszenierten Romane weltweit. Neben verschiedenen Verfilmungen, die wohl bekanntesten sind die Zeichentrickversion von Walt Disney und die Umsetzung mit Anthony Quinn und Gina Lollobrigida, finden sich unterschiedliche Ausgaben des historischen Romans, bis hin zu etlichen Bühnenwerken. Auch das Pfalztheater Kaiserslautern hat nun seine ganz eigene Dramaturgie, die laut Regisseur Murat Yeginer „große Gefühle, große Dramen, große Themen, Massenszenen und Spektakel“ bietet.

Quasimodo, der buckelige und grausam entstellte Glöckner von Notre-Dame verliebt sich in die schöne Zigeunerin Esmeralda. Sie war es, die den Spottrufen der anderen zum Trotz Quasimodo Trinken gab, als man ihn öffentlich an den Pranger stellte, und sich fürsorglich um ihn zeigte. Doch der Buckelige hat einen Nebenbuhler: Erzdechant Claude Frollo, der Hausherr von Notre-Dame, hat ebenfalls Interesse an dem hübschen Mädchen und kennt keine Grenzen um das zu bekommen, was er begehrt. Als Gegenleistung für damals, als er den kleinen Quasimodo als eingepacktes Bündel auf den Treppenstufen der Kathedrale fand, ihn aufzog und ihn zum „Glöckner der Notre-Dame“ machte, soll Quasimodo ihm nun Esmeralda überlassen.

Mit „großem Kino“ bzw. „großartigem Theater“ sind die schauspielerischen, die bühnentechnischen sowie die kreativen Leistungen nicht übertrieben. Ein wunderbares Schauspiel, das auch nach etlichen Ausführungen nicht an Reiz verliert.

Nächste Vorstellungen: 30.5., 04.06., 11.06., 18.06., 07.07.

Photos: Pfalztheater Kaiserslautern

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