Kunst – abseits des Mainstreams
Mittwoch 13. Dezember 2017

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HÖLLENQUAL -der Krimi zur 13. documenta-

Seit dem 9. Juni hat die weltweit wichtigste Ausstellung für zeitgenössische Kunst – die documenta in Kassel – wieder ihre Tore geöffnet.

Unterschiedliche Ausstellungsorte -verteilt in der Kasseler Innenstadt, sowohl in Gebäuden, als auch im Freien machen die über drei Monate andauernde Ausstellung mit mehr als 750.000 Besuchern im letzten Jahr, zum Anlaufpunkt für Kunstexperten und neugierige Laien.

Passend dazu ist im Juni 2012 der Kriminalroman “Höllenqual” von Matthias P. Gibert im Gmeiner Verlag erschienen:

Maria, die frisch vermählte Ehefrau des Hauptkommissars Lenz, stellt mit ihrer Geschäftspartnerin auch für die diesjährige Veranstaltung ihre Räume für Ausstellungsexponate zur Verfügung. Wenige Tage vor Beginn der 13. documenta im Frühsommer 2012 findet eine Vorbesprechung mit der Ausstellungsleiterin statt, bei der ebenfalls Marias Ex-Mann, der Oberbürgermeister Erich Zeislinger, als Aufsichtsratschef der documenta-Gesellschaft, eingeladen ist. Als dieser jedoch nicht erscheint und seine Sekretärin besorgt erklärt, dass er bereits den ganzen Tag trotz vollem Terminplan nicht im Rathaus aufgetaucht ist, wird die Polizei eingeschaltet. Lenz und sein Kollege Hain machen sich auf die Suche nach ihm und finden sich -wie es scheint- in einem Strudel politisch motivierter Kriminalität und religiöser Besessenheit wieder.

Drei Tote aus dem Prostituierten- und Strichermilieu, der Zuhälter Maik Wesseling, der Wittwer Bernd Ahrens, dessen kleine Familie bei einem Autounfall an Heiligabend ausgelöscht wurde und der Pastor einer Kasseler Glaubensgemeinschaft stehen plötzlich in einem Zusammenhang. Unmut und Angst machen sich breit.

Nachdem die Mordserie aufgeklärt scheint, stellt sich aber die Frage über Kommerz und Pietät. Soll die Ausstellung nach der brutalen Mordserie, die die Stadt an der Fulda in Ausnahmezustand versetzt hat, abgebrochen werden?

Der Autor Matthias P. Gibert schildert in “Höllenqual” ein Horrorszenario, das realitätsnah und spannend neben Details zur wichtigsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst auch Humor und Taktgefühl enthält.

ISBN: 978-3-8392-1308-7 | Verlag: Gmeiner Verlag | Erschienen: 11. Juni 2012 | 369 Seiten | Preis: 11,90€

“…die instabile Erfahrung, die zwischen Dauer und Vergänglichkeit, zwischen etwas und nichts oszilliert

(Zitat aus der Katalogbeschreibung der documenta 2012)

Bisher ging die diesjährige documenta vor allem wegen des viel diskutierten Ausstellungsstücks “Momentary Monument IV”, im Volksmund “Schrotthaufen” genannt, der Italienerin Laura Favarello durch die Medien. Seit mehreren Ausstellungen ist ein deutlicher Aufwärtstrend, was Bekanntheit und Akzeptanz der im fünf-Jahres-Tonuz stattfindenden Ausstellung, zu verzeichnen. In diesem Jahr soll erstmals die 1.000.000 Besucher Marke geknackt werden. Bisher waren wir von succulture.de noch nicht vor Ort, was sich aber bis 16. September ändern soll. Wir berichten!

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