Kunst – abseits des Mainstreams
Dienstag 26. September 2017

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iPad SLEEVE LEAFPAD

Dass sich das iPad innerhalb von nur drei Jahren zu dem beliebtesten Produkt der Apple-Familie gemausert hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Anfangs als überflüssiges Nischen-Produkt zwischen Laptop und Mobiltelefon abgetan, besiedelt es inzwischen durchschnittlich 30% aller Haushalte. Ob im Zug, zu Hause auf dem Sofa oder in der Universität. Als revolutionär, schlicht aber mit unendlichen Möglichkeiten wird es von Befürwortern beschrieben.

Auf der Internetpräsenz als mindestens genauso revolutionär werden die nachhaltig-ökologischen Produkte des Labels leaf. angepriesen. Hergestellt aus recycelten Plastikflaschen und teilweise ausgestattet mit modernen, flexiblen Solarmodulen, wird euer Apple Gerät mit bis zu 20% umweltfreundlicher Solarenergie aufgeladen. Das schont nicht nur die Ressourcen -einmal pro Tag muss nahezu jeder iPad/iPhone Akku geladen werden- sondern macht auch ein Stück weit von der Steckdose unabhängiger.

Außerdem setzt leaf. auf das sogenannte “Stuffbak System”, ein in den USA und Asien verbreitetes Sicherheitssystem, bei dem durch vorherige Registrierung des Bags bei Verlust der Eigentümer ausfindig gemacht werden kann.

Wer dem Rucksack ein dünnes, optimal gepolstertes Sleeve vorzieht, wird ebenfalls fündig. Eleganz und Alltagstauglichkeit verknüpft mit recycelten Komponenten und Nylon machen das “Leafpad” zum idealen Begleiter für Sitzung, Universität oder City.

Beim “Leafstyle” zieht sich die einheitliche Farbauswahl als Charakter- und Erkennungsmerkmal durch alle Produkte: schwarzes Hauptmaterial, grüne Reißverschlüsse, grünes leaf.-Logo. Wer Wert auf eine iPad Tasche legt, die nicht jeder hat, ist hier genau richtig und muss noch nicht einmal auf Sicherheit und Design verzichten. So wird das iPad, das inzwischen zum “Alltags-Produkt” geworden ist, doch wieder etwas besonderes.

Beim Öffnen vom Reißverschluss des leafpads lugte uns ein weißer Zettel “made in China” entgegen, mit dem wir bei diesem Produkt nicht gerechnet hätten. Wir wundern uns, wie die beiden ökonomischen Ziele “Gewinnmaximierung durch günstige Importe aus China” und “Umweltschutz: nachhaltig-ökologischen Produkte”, für uns Gegensätze, nebeneinander bestehen können. Auf Nachfrage erhielten wir von der Geschäftsführung folgende Begründung: “ich verstehe nicht warum dies widersprüchlich ist. […] China ist einer der größten Verbraucher von PET. Daher macht es Sinn das dort hergestellte Recyclat auch zu verarbeiten. Dies geschieht in einer ausgewählten Produktion mit denen wir schon seit 12 Jahren zusammenarbeiten. Dort werden sämtliche Umweltauflagen erfüllt und vor allem die Mitarbeiter nicht ausgebeutet. Natürlich haben wir den Transport von China nach Deutschland. Wir sehen unsere Produkte als bessere alternative zu herkömmlichen Produkten welche in China hergestellt und eingeführt werden. Daher sind die leaf-Produkte auch ökologischer. […] ” (Originaltext)

Dazu soll gesagt sein, dass uns das Design und die Vorstellung auf der Produktseite nach wie vor ansprechen. Auch teilen wir die Meinung, dass mit unseren Ressourcen nachhaltiger umgegangen werden muss. Wir hätten nur nach Durchforsten der Internetpräsenz nicht erwartet, dass die leaf.-Produkte -wie so viele andere in diesem Segment- in China hergestellt werden. Der einzige Anhaltspunkt auf der sonst grünen, heimischen Seite ist der letzte Punkt der Artikelbezeichnung: “Nach deutschen Qualitätsstandards hergestellt”.

Die leaf. Produkte sind im Onlineshop ab 24€ (iPad 2 Sleeve)  bis 139€ (Rucksack “Deluxe Green”) erhältlich.

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