Kunst – abseits des Mainstreams
Mittwoch 13. Dezember 2017

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NACHLESE GAMESCOM 2013

Plakate mit dem Slogan “Celebrate the games” begrüßen seit Wochen Touristen und Einheimische an allen möglichen Ecken der Domstadt. Am Mittwoch war es endlich soweit. Die 5. Auflage der 1x jährlich stattfindenden Leitmesse für Insider, Händler, Publisher und Entwickler öffnete ihre Tore in sieben Messehallen des Geländes in Deutz für Fachbesucher. Vom 22.-25.08. war die Messe für das breite Publikum zugänglich. Hochkarätige Events in der „Entertainment Area“ und auf dem Freigelände um die Hallen 6-8 waren angekündigt. Zudem sorgte die angekündigte Vorstellung neuer Spielkonsolengenerationen (Playstation 4, Wii U und Xbox) im Voraus für Hype bei den Vollblut-Gamern. Mit Spannung erwartet wurde auch die neue, völlig überarbeitete Version des Kriegsspiels „Call of Duty“ sowie das Game der Konkurrenz EA „Battlefield 4“.

Wir von SUCCULTURE waren das erste Mal dabei und ziemlich gespannt, was in der Unterhaltungselektronik derzeit alles geboten wird.Von Fachbesuchern über Messestände bis hin zur Organisation, haben wir bisher noch nichts schlechteres erlebt. Bereits beim ersten Faktor „Fachbesucher“ wurden wir mächtig enttäuscht. Kinder (natürlich waren die Fachbesucher!), „Spieler-Clans“ und „VIPs“, die sich ihre (Fachbesucher)Karten bei eBay ersteigert haben, waren keine Seltenheit. Stundenlanges Anstehen, pampiges und nicht ausgebildetes Standpersonal ebenfalls nicht. Den Vogel schoss ein Aussteller ab, den wir später über den Hallenplan gar nicht mehr ausfindig machen konnten. Im Namen der Neuen Mediengesellschaft Ulm mbH wurden die vermeintlichen Fachbesucher auf dreiste Art und Weise (Glücksrad drehen) in die Abo-Falle gelockt. Wer sein Glück versuchte, bekam ohne vorherige Aufklärung ein Jahres-Abo verpasst.

Die Gamescom hatte genauso wenig mit einer Fachbesuchermesse oder zumindest einem Fachbesuchertag gemeinsam, wie Hausschweine und Wildenten. Eher hatte man das Gefühl in einem übervollen Freizeitpark zu stehen, wohl mit erstklassiger Kino-Akustik, aber ohne fachkundige Einweisung. Fachgespräche, Interviews mit Entwicklern oder zumindest mit Personen, die sich an der Konsole auskennen, waren nicht möglich.Traurig.

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