Kunst – abseits des Mainstreams
Dienstag 26. September 2017

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NACHLESE tendence 2012

Vorgestern ging die tendence 2012 zu Ende. Auf der bedeutendsten internationalen Konsumgütermesse der zweiten Jahreshälfte und wichtigsten Einkaufsplattform zum Weihnachtsgeschäft stellten 1852 Aussteller aus 66 Ländern auf insgesamt 9 Hallenebenen ihre Produkte zur Schau. Ein Minus von 12 Ausstellern im Vergleich zum letzten Jahr, dennoch gibt sich Geschäftsführer Detlef Braun zufrieden. “Die wichtigsten Einkäufer waren vor Ort.”. Generell waren sowohl die Aussteller als auch die Besucher mit dem Verlauf der Messe weitestgehend zufrieden, obwohl die Europa-Krise ihre Spuren hinterlässt. Rund 46.000 Besucher, 6.000 weniger als im Vorjahr, kamen laut Veranstalter mehrheitlich aus der Schweiz, den Niederladen, Italien, Österreich und Frankreich.

Wir waren auf der Suche nach originellen, kuriosen und “nicht alltäglichen” Produkten, und sind prompt fündig geworden. Da gefiel uns z.B. vom verrückten, niederländischen Unternehmen SNURK die himmlisch weiße Design-Bettwäsche bedruckt mit zwei schmusenden Lämmchen. Etwas robuster wirken dagegen die beiden Tischlerjungs Felix und Dirk von DIN 1317, die mit ihrer Idee, aus einer ausrangierten Leitplanke und  Auflagen aus Palettenholz eine Sitzbank zu konstruieren, den 2. Preis beim Recycling Award 2012 bekommen haben. Habt ihr schon mal einen Rucksack zum Ausspritzen mit Stöpsel gesehen? Eine ideale Lösung von Stream Trail für Sportaktivitäten aber auch für den täglichen Gebrauch. Da wäre auch noch Kathrin Morawietz. Die junge Frau, die die Herstellung der Prototypen im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der Uni Münster entwickelt hat, suchte auf der tendence nach einem Produzenten für ihre aus Stoffresten und Leim gefertigten Dekorationsschalen. Ebenfalls in Münster hat Gudrun Geyssel, die Geschäftsführerin von meins, studiert. Die Diplom Designerin bietet vorwiegend Taschen aus leichtem, weißen Segeltuch an, die durch “Fundstücke moderner Subkultur” individualisiert werden können. Besonders kurios fanden wir auch die “book box” von Miriam Aust und Sebastian Amelung, die mit ihrem gleichnamigen Label das erste Mal auf der tendence waren. Sie geben Büchern, an denen das Herz hängt eine neue Funktion, indem der Lesestoff als Klappe von Hängeschränken aus Holz dient.

Insgesamt haben wir mehrere Kilometer durch die Hallen der Messe Frankfurt zurück gelegt. Die oben erwähnten Labels und Produkte sind natürlich längst nicht alles, was wir an zwei Messetagen sehen konnten. In den nächsten Wochen werden wir euch hoffentlich einige unserer “Messebekanntschaften” näher vorstellen, ihr dürft gespannt sein!

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