Kunst – abseits des Mainstreams
Sonntag 24. September 2017

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ROADKILL ANIMALS -deutsche Version-

Auf der Insel ticken die Uhren bekanntlich anders. Dass an diesem uralten Spruch definitiv etwas dran ist, wollen wir euch mit dieser kuriosen Entdeckung verdeutlichen.

London, England, im Frühjahr 2005. Drei Schulfreunde, die die gleiche Art von schwarzem Humor haben, setzen den ersten Schritt in die Plüschtierindustrie. Ihr kreativer Kopf: Adam Arber. Sammelte in seiner Kindheit Plüschtiere, liebte Comics und kritzelte gerne vor sich hin. Später tätig in der Werbeindustrie. Heute mit seinen beiden Mitstreitern Mike und Charlie Inhaber der Firma ROADKILL, wobei die Zeichnungen aus seiner Feder als Vorlagen der “Roadkill Animals” fungieren. Die Idee ausgerechnet überfahrene Tiere als Verkaufsschlager über die virtuelle Ladentheke zu reichen, kam ihm während seiner Kritzeleien. “It was just an inncoent doodle.” (Es war nur harmloses Gekritzel). Harmloses Gekritzel, das den Waschbären Twitch, den Hasen Grind, den Igel Splodge und das Eichhörnchen Smudge im überfahrenen Zustand mit sämtlichen, von innen herausgequollenen, Organen zeigt. Untergebracht in einem Leichensack mit Todesursache und Sterbeurkunde suchen die etwas anderen Kuscheltiere ihre letzte Ruhestätte.

Zur Information: Auf den Straßen Großbritanniens sterben jedes Jahr etwa eine Million Säugetiere, Vögel und Fasane nicht mitgerechnet! Vielleicht hatte Adam das im Kopf, als er sein “harmloses Gekritzel” zu Papier brachte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Plüschtieren, sind die ROADKILL Animals alles andere als aussagelos. Ob makaber oder als Fingerzeig aufzufassen, darüber muss sich jeder selbst Gedanken machen.

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