Kunst – abseits des Mainstreams
Dienstag 26. September 2017

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TOCKY – wegrollender MP3-Wecker

In den ersten Bundesländern gehen die Sommerferien bereits zu Ende, das neue Schuljahr beginnt demnächst. Passend für die Schultüte der Erstklässler, aber natürlich auch für alle anderen, die sich morgens aus dem Bett quälen, stellen wir unsere neue Entdeckung vor, die -zugegeben- etwas nervig sein kann.

Hierbei handelt es sich auf den ersten Blick um einen kugelförmigen, mit Digitalanzeige ausgestatteten Wecker. Das 266g leichte, sympathische, orangefarbige Kerlchen hat es allerdings faustdick hinter den Ohren! Im Inneren ist er mit einem Motor ausgestattet, welcher für den Fluchtinstinkt zuständig ist. Äußerlich wird er mit einer Silikonhülle umhüllt, die ihn vor Stürzen aus bis zu 90cm Höhe schützt.

Somit eignet sich Tocky hervorragend für alle “Snooze-Buttton-Fans”, die sich so lange im Bett rumdrücken, bis sie den Bus dann doch verpasst haben. Der kleine Bruder vom Wecker “Clocky” macht sich nämlich nach einmaliger Gnadenfrist aus dem Staub! Ja, er hüpft auch wenn es sein muss vom Nachttisch und setzt seinen Weg quer durch dein Zimmer fort. Bevor du ihn nicht wieder “eingefangen” hast, nervt er dich mit seinem lauten Organ. Du wirst aufstehen, garantiert! Selbstverständlich können Lautstärke und Snooze-Zeiten individuell eingestellt werden, genau wie eine 12h/24h Anzeige möglich ist.

Eine weitere Eigenschaft, die den Tocky von einem gewöhnlichen Wecker unterscheidet, ist die Möglichkeit MP3 und Sprachaufnahmen als Weckton einzustellen. So kannst du bestimmen, ob du lieber sanft mit den Klängen von “Piano in the forest” oder schlagartig mit dem aufgezeichneten Geschrei deiner Mutter aus den Federn geholt werden willst.

Seine Hauptaufgabe -das Wecken am Morgen- erfüllte er zu unserer vollsten Zufriedenheit und zeigte seinen Fluchtinstinkt, indem er sich direkt unter dem Bett verkroch. Super angenehm ist zudem das unbeleuchtete Display, das jedoch für eine zwischenzeitliche Orientierung mit nur einem Klick für ca. 20sek beleuchtet werden kann. Der Hersteller wirbt mit einer intuitiven Bedienung via “Touch-Control-Wheel”, einem berührungsempfindlichen Rand, über den alle Einstellungen vorgenommen werden. Dieser war für uns anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Eine Anleitung ausschließlich in englischer Sprache, hat uns die Sache nicht leichter gemacht. Vor Inbetriebnahme muss der Tocky “ausgezogen” und mit Batterien gefüttert werden. Das danach wieder notwendige Überziehen der enganliegenden Silikonhülle ist alleine nicht zu schaffen. Selbst mit vier Händen mussten wir es einige Male probieren, bis wirklich alles wieder passte und der Tocky ordentlich “angezogen” war. Aufgrund der Silikonumhüllung zieht der Tocky Staub und Haare chronisch an. Diese kleben dann unappetitlich an seinem Äußeren und sind nur durch ein warmes Seifen-Bad wieder zu entfernen. Dafür muss er natürlich wieder “ausgezogen” werden, und die Tortur beginnt von neuem.

Designwecker ist hier wohl der passendste Begriff. Machmal etwas unpraktisch, sieht allerdings toll aus, erfüllt natürlich auch seinen Zweck, ist aber mit 58,95€ eindeutig zu teuer! Wer sich dennoch das “Designstück” zulegen will, wird bei sowas-will-ich-auch fündig.

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